Als 8-jähriger hat ihn sein Vater das erste Mal mit zum Angeln an die Elbe in Hamburg genommen. Das war 1974. Mit den Worten, „Wenn die Pose unter geht, musst du anschlagen“, drückte er ihm eine alte Bambusrute mit Korkpose in die Hand. Als der „Proppen“ plötzlich weg war, schlug er an – und wie. Seinen ersten Fisch, einen kleinen Kaulbarsch, hat er deshalb weit hinter sich in die Steinböschung geschleudert.
Aus diesen Anfängen ist dann eine Leidenschaft – oder besser gesagt – eine Sucht entstanden. Mit 12 Jahren ist er in den Angelverein „Alster“ eingetreten – und wenn man ihn als 16-jährigen gefragt hat, was das Wichtigste für ihn sei, war die Antwort: angeln, angeln und noch einmal angeln! Alles, was in Hamburg und Umgebung anglerisch möglich war, hat er gemacht. Stippen, Spinnfischen, Fliegenfischen, Grundangeln – Hauptsache es gab Fisch. 125 Angeltage im Jahr waren damals Pflicht.
Nachdem der Blinker einige Artikel von ihm veröffentlicht hatte, ist er dann durch Zufall mit 26 Jahren bei der AngelWoche gelandet. Das Hobby zum Beruf gemacht – ein lang ersehnter Traum war damit in Erfüllung gegangen. Inzwischen hat er sein 15-jähriges Jubiläum hinter sich. Das Angeln ist nach wie vor sein Leben –nimmt nach der Familie aber nur noch Platz 2 ein. Zeitlich schafft er deshalb auch keine 125 Angeltage mehr pro Jahr, sondern nur noch rund 60.