Was für ein Brocken?! Heiko Denker hat beim Trolling vor der Küste
Rügens einen gigantischen Lachs gefangen. Der 128 Zentimeter lange
Rekordfisch brachte es beim offiziellen Wiegen auf unglaubliche 45
Pfund.
Glücklich stemmt Heiko Denker seinen 45 Pfund schweren Rekordlachs.
© AngelWoche
Diese Trollingtour werden zwei Angler aus dem hohen Norden ganz sicher
nicht vergessen: Wir schreiben den 7. April 2010. Heiko Denker aus
Hamburg und Dirk Landahl aus Seevetal sind mit dem Boot vor der Küste
Rügens unterwegs und schleppen auf Lachse und Meerforellen. Mit drei
Lachsen bis 7,5 Kilo läuft es an diesem Tag recht gut, fingen die Angler
in den Vortagen doch wesentlich weniger von dem begehrten Silber. Auch
das Wetter spielt an diesem Tag mit. Nur leichter Wellengang schaukelt
das Kleinboot über die Ostsee.
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Der Uhrzeiger rückt auf 15 Uhr vor, als plötzlich der nächste Biss auf
einem der Oberflächenköder einschlägt. Der Fisch reißt mit seiner ersten
Flucht gleich mehr als 200 Meter der monofilen Schnur von der Rolle.
Als das Zählwerk der Multirolle fast 250 Meter anzeigt und der Fisch bei
fahrendem Boot offensichtlich nicht zu halten ist, entschließen sich
Heiko und Dirk, das Boot zu stoppen, obwohl die anderen Ruten noch nicht
eingeholt sind. Dirk hat alle Hände voll zu tun, die restlichen Ruten
schnellstmöglich einzuholen, damit der gehakte Fisch nicht in die
anderen Schnüre schwimmt. Für Heiko beginnt derweil ein sagenhafter
Drill.
Im Drill forderte der Fisch seinem Fänger Heiko Denker alles ab.
© AngelWoche
Erster Kescherversuch gelingt
Der Fisch ist inzwischen auf 40 Meter abgetaucht und wechselt
fortlaufend die Wassertiefe. Heiko verbringt 45 Minuten in einem
kräftezehrenden Drill. Es gelingt ihm, den Fisch zu kontrollieren und
ihn über den Kescher zu führen. Als der Fisch an Bord liegt, wird den
beiden Anglern sofort klar: Vor ihren Füßen liegt ein
rekordverdächtiger Lachs. Das Maßband zeigt 128 Zentimeter.
Der Einzelhaken des Apex-Schleppköders sitzt fest im Maulwinkel des
Lachses und lässt sich problemlos mit einer Zange lösen. Doch als die
Angler dem Fisch genauer in den Schlund schauen, trauen sie ihren Augen
kaum. Dort sitzen zwei weitere Einzelhaken – einer von der Langleine
eines Fischers, der andere ebenfalls von einem Schleppköder. Hinzu kommt
ein weiterer Langleinenhaken, der auf dem Bootsboden liegt und während
der Landung abgefallen sein musste.
Heiko fing 2007 am Strand von Flügge eine 10 kg schwere und 98 cm Meerforelle!
© AngelWoche
Zwei Waagen zeigen 22,5 Kilo an
Im Hafen von Glowe angekommen, lassen die Angler den Fisch mit zwei
verschiedenen Waagen und unter Zeugen wiegen. Beide Male zeigen sie 22,5
Kilo an. Damit steht fest: Heiko Denker und Dirk Landahl haben mit
diesem Traumlachs einen neuen deutschen Rekord aufgestellt.
Der Name Heiko Denker könnte einigen Anglern noch gut in Erinnerung
sein. Es ist nicht das erste Mal, dass der Hamburger beim Angeln an der
Ostsee "auffällig" geworden ist. Im Frühjahr 2007 sorgte er
deutschlandweit für Aufsehen, als er am Strand von Flügge eine
Meerforelle von 98 Zentimetern und 20 Pfund landete.
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